Seit 2002 ist Cialis auch für den europäischen Markt zugelassen. Es stammt vom gleichen Pharmakonzern, Lilly, wie das bekannte Viagra und ist ein Phosphodiesterase-5-Hemmer oder kurz PDE-5-Hemmer genannt. Sein Wirkstoff ist Tadalafil, welches zu einer verbesserten Durchblutung im Penis führt. Diese Wirkung kann auch mit Viagra erreicht werden, doch besitzt Cialis eine komplett andere Struktur. Nach Einnahme der Pille setzt die Wirkung etwa 40-90 Minuten später ein und hält etwa 24 Stunden an. Diese lange Wirkzeit ermöglicht Männern, die unter Erektionsstörungen leiden, ein relativ normales Sexleben, da sie nicht ständig an die Pilleneinnahme denken müssen. Nebenwirkungen sind nach der Einnahme von Cialis, wie bei anderen Potenzmitteln auch, möglich.

Wie wirkt Cialis?

Cialis hat erektionsauslösende Eigenschaften. Um eine Erektion im Penis zu bewirken, muss das Blut schnell in den Schwellkörper einfließen. Damit sich die Arterien erweitern können, muss dazu die umliegende Muskulatur erschlaffen. Diese Vorgänge werden durch Botenstoffe ausgelöst. Bei sexueller Stimulation wird der Botenstoff cGMP aktiviert, der dann dafür sorgt, dass die Muskelzellen im Schwellkörper erschlaffen. Somit können sich die Arterien im Schwellkörper im Penis erweitern und das Blut ungehindert einfließen – es entsteht eine Erektion.
Die Erektion wird mit dem Enzym Phosphodiesterase 5 (PDE-5) beendet, indem es den Botenstoff cGMP wieder abbaut. An diesen natürlichen Vorgang setzt Cialis mit seinem Wirkstoff Tadalafil an. Dieser blockiert das Enzym, welches für den Abbau der Erektion zuständig ist. Die Folge ist eine Hinauszögerung des Erektionsabbaus, indem die Muskelerschlaffung in den Schwellkörpern beibehalten wird und die Arterien geweitet bleiben. Diese Wirkung tritt jedoch nur bei sexueller Erregung ein, da der Wirkstoff Tadalafil keine luststeigernden Eigenschaften besitzt. Eine Erektion ohne sexuelle Stimulans kann deshalb nicht eintreten.

Mögliche Nebenwirkungen von Cialis

Wie bei allen Medikamenten sollte man vor der Einnahme einen Arzt aufsuchen, besonders bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Kopfschmerzen und Sodbrennen kommen am häufigsten als Nebenwirkung vor. Häufig auch Schwindel, Hautrötungen, Rücken- oder allgemeine Muskelschmerzen und eine Verstopfung der Nase. Daneben kann es zu Schwellungen der Augenlider, Augenschmerzen und Bindehautrötungen kommen. Cialis sollte nicht gleichzeitig mit Herzmedikamenten eingenommen werden, die Nitrate enthalten. Auch nicht mit anderen nitrathaltigen Medikamenten. Durch die gefäßerweiternde Eigenschaft des Wirkstoffes Tadalafil in Cialis kann es zu vorübergehenden Blutdrucksenkungen kommen, wodurch die blutdrucksenkende Wirkung von Nitraten verstärkt wird.
Bisher liegen noch keine Daten über den länger andauernden Gebrauch vor. Es wird jedoch davon abgeraten Cialis übermäßig und regelmäßig einzunehmen.

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